Foto: Nicole Hossmann

Update -Säureeinsatz in Regionalbahn


Am Dienstag gegen 14:28 Uhr wurde die Feuerwehr
Lübeck zu einem Gefahrguteinsatz in einem Regionalzug an den Lübecker
Hauptbahnhof gerufen.

Die Einsatzleitstelle der Feuerwehr erhielt einen Notruf von einem
Reisenden aus der Regionalbahn von Kiel nach Lübeck. Dieser
berichtete über eine vermutliche chemische Reaktion in seinem
Zugabteil. Er berichtete von einer Rauchentwicklung und üblen Geruch.

Als der Zug in den Lübecker Hauptbahnhof einfuhr, hatten beim
Eintreffen der Feuerwehr die Fahrgäste bereits den Zug verlassen.

Die alarmierten Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges der Feuerwache 3,
der Freiwilligen Feuerwehr Israelsdorf und Innenstadt sowie Einheiten
der Feuerwache 1 und 2 fanden bei der Lageerkundung in dem
betreffenden Zugabteil in einer Sitzreihe verschiedene Lebensmittel
und Tüten vor, die ein unbekannter Fahrgast zurückgelassen hatte.

Auf einem der Sitze wurde eine Kunststoffflasche gefunden, die im
Bereich des Flaschenbodens durchgeätzt war und vermutlich in der
weiteren Abfolge das Produkt in der Flasche mit dem Polster des
Sitzes zu einer heftigen chemischen Reaktion mit der besagten Rauch-
und Geruchsbelästigung führte.

Die Feuerwehr führte umfangreiche Messungen durch und entnahm
Proben von den von vorhandenen Produktresten, die zur weiteren
Untersuchung an die Analytische Task Force (ATF) der Berufsfeuerwehr
Hamburg geschickt wurden. Die wird den Stoff kurzfristig analysieren
und vermutlich den Verdacht der anorganischen Säure bestätigen, damit
dass Zugabteil von der Bahn fachgerecht dekontaminiert werden kann.

Reisende aus dem Zug wurden durch den Vorfall nicht verletzt. Die
Bundespolizei hat die weiteren Ermittlungen zum Hergang des Vorfalles
aufgenommen. Weitere Erkenntnisse liegen zum jetzigen Zeitpunkt nicht
vor.

Die Feuerwehr ist gegenwärtig immer noch mit ca. 35 Einsatzkräften
vor Ort.

Update:

Ursache für den Säureeinsatz der Feuerwehr Lübeck 

am gestrigen Dienstagnachmittag am Lübecker Hauptbahnhof in einem 

Regionalzug von Kiel nach Lübeck war eine hochkonzentrierte 

Schwefelsäure. Dies teile gestern am späten Abend die Analytische 

Task Force (ATF) der Berufsfeuerwehr Hamburg mit.
  Damit wurde der Anfangsverdacht der Feuerwehr Lübeck bestätigt, so

dass die Bahn nun unter Berücksichtigung der Ergebnisse die 

Dekontamination und Instandsetzung des Zuges vornehmen kann.
  Wie es zu diesem Ereignis kommen konnte und warum ein Fahrgast 

diese Schwefelsäure vermutlich nicht fachgerecht transportiert hat, 

liegt in der weiteren Ermittlungsarbeit der Bundespolizei.