Update: Dachstuhlbrand in ehemaliger Kühne-Fabrik in Schlutup


Am 10.09.2016 gegen 19:10 Uhr wurde die Feuerwehr Lübeck zu einem Dachstuhlbrand in einem leerstehenden Industriegebäude der ehemaligen Firma Kühne alarmiert. Mehrere Notrufe gingen bei der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Lübeck ein und berichteten über eine starke Rauchentwicklung und Feuerschein.

Bein Eintreffen der Einsatzkräfte im Palinger Weg in Schlutup brannte bereits der Dachstuhl von einem der Industriegebäude in voller Ausdehnung. Die Gebäude der ehemaligen Firma Kühne stehen seit vielen Jahren leer, so dass die Einsatzkräfte davon ausgehen müssen, dass sich niemand im Gebäude befindet. Hinweise über mögliche vermisste oder verletzte Personen gab es nach umfassenden Erkundungsarbeiten der Feuerwehr zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. In der Fabrik wurden bis 2003 Rotkohl, Bohnen, Gurken und Rote Grütze verarbeitet. Seitdem stehen die Gebäude leer.

Die Feuerwehr ist zur Stunde mit einem umfassenden Löschangriff damit beschäftigt, eine Brandausbreitung auf weitere Gebäude zu verhindern. Neben den Löschangriffen durch die Einsatzkräfte, werden auch gezielte Löscharbeiten über zwei eingesetzte Drehleitern vorgenommen.

Die Löschwasserversorgung wurde zur Schonung der Trinkwasserressourcen hauptsächlich aus der in der Nähe befindlichen Trave entnommen.

Da die Gebäudestruktur im Inneren der Gebäude nicht bekannt ist, sind Löscharbeiten im Innenangriff nur mit großer Vorsicht vorzunehmen. Die Einsatzleitung geht davon aus, dass die Löscharbeiten noch bis in die frühen Morgenstunden andauern werden.

Gegenwärtig sind rund einhundert Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung, der Sicherstellung der Löschwasserversorgung und der Sicherstellung des Brandschutzes durch Wachbesetzungen in Wache 1,  Kücknitz und Moisling gebunden.

(Fotos: Oliver Klink)

Update 11.09.2016, 13 Uhr:

Am Sonntagmorgen war der Brand unter Kontrolle. Da das Gebäude nicht betreten werden kann, wurde das Teleskopfahrzeug aus Scharbeutz angefordert. Die Freiwillige Feuerwehr Scharbeutz arbeitete sich durch die Reste vom Dach, um im Innenangriff die Glutnester abzulöschen. Der Einsatz wird vermutlich noch bis Sonntagabend andauern.